Christian Zwade

Christian Zwade ist erster Rechtsanwalt aus neuen Bundesländern am Bundesgerichtshof

Der Dresdner Rechtsanwalt Christian Zwade ist als erster Jurist aus den neuen Bundesländern als  Anwalt beim Bundesgerichtshof (BGH)  in Karlsruhe zugelassen worden. Die Berufung sei zum 18. Oktober von Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger erfolgt, heißt es in einer entsprechenden Pressemitteilung.

Der promovierte Jurist aus Dresden ist ein anerkannte Gesellschafts- und Kapitalmarktrechtler und nun einer von insgesamt 40 Rechtsanwälten, die Zivilprozesse vor dem BGH verhandeln dürfen.  „Neben interessanten Fällen habe ich nun die Möglichkeit, die rechtliche Entwicklung in Deutschland aktiv mitzugestalten“, sagt Zwade, der bisher Partner der nach ihm benannten Rechtsanwaltsgesellschaft ist. Letztlich sei die Zulassung in Karlsruhe für jeden Juristen ähnlich wie ein Ritterschlag.

Seine Arbeit an Instanzgerichten muss Zwade für das Engagement in Karlsruhe nun ruhen lassen. „Meiner Heimatstadt Dresden werde ich aber weiter verbunden bleiben, zumal ich hier meinen Lebensmittelpunkt habe“, meinte Zwade, der mit Frau und Tochter im Norden Dresdens wohnt. Zwade wurde 1968 in Heilbronn geboren, studierte in Bayreuth und Regensburg und lebt seit fast 20 Jahren in Dresden.

„Die Bestellung eines Rechtsanwaltes aus dem Freistaat Sachsen und damit die erstmalige Bestellung eines Rechtsanwaltes aus den neuen Bundesländern ist ein großer Erfolg für die anwaltliche Selbstverwaltung und für die Rechtssuchenden in den neuen Ländern“, erklärt Martin Abend, Präsident der Rechtsanwaltskammer Sachsen und selbst Rechtsanwalt.

Beim Bundesgerichtshof sind aktuell 37 Rechtsanwälte zugelassen, die vom Bundesjustizministerium berufen werden. 8 neue wurden nun ernannt. Nur diese Anwälte dürfen in Zivilsachen – im Unterschied zu Strafsachen – die Interessen von Klienten vertreten und als beim BGH zugelassene Rechtsanwälte auftreten. Für die Zulassung muss der Rechtsanwalt wenigstens 35 Jahre alt sein und mindestens fünf Jahre ohne Unterbrechung in seinem Beruf gearbeitet haben. Außerdem muss er durch den Wahlausschuss für Rechtsanwälte beim Bundesgerichtshof benannt worden sein.

Das könnte Sie auch interessieren …

Bahn kündigt Sperrungen in Klotzsche an: Gleise auf neuer Brücke über den Nesselgrundweg werden verlegt

Die neue Brücke über den Nesselgrundweg in Klotzsche soll Ende März in Betrieb gehen. Darum wird die Eisenbahnstrecke im Bereich Dresden >>>

Krebshilfe: Verein schafft mehr Platz für betroffene Familien im Haus Sonnenstrahl

Zwei neue Zimmer für Eltern krebskranker Zimmer hat der Verein Sonnenstrahl in der gleichnamigen Villa eingerichtet. In dem ausgebauten >>>

Die Mafia in Mexiko – als vergnügliche Dinnershow im Erlwein-Capitol

„Stiehl wenig – und du kommst ins Gefängnis. Stiehl viel – und du machst Karriere.“ Das ist das Patentrezept des Paten. Doch wer jetzt denkt, >>>

Countdown für das Stollenfest läuft – süße Platten für den Mega-Striezel
In zwölf Tage ist wieder Stollenfest. Bis zum 9. Dezember, das ist der Samstag vor dem zweiten Advent,  backen die Dresdner Stollenbäcke >>>
Chris Barber jazzt gleich zwei Spielstätten in Dresden

Allein schon für dieses Staunen war der Abend ein gelungener: Wie viel musikalisch-jugendlichen Esprit ein Mann versprühen kann, der auf >>>